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Hiroshi Sugimoto

geb. 1948 in Tokio / Japan
Studium an der Saint Paul's University Tokio und dem Art College of Design Los Angeles
lebt in New York

Ebenso wie Ruff oder Tillmans arbeitet Sugimoto in Bildserien, die sowohl abstrakte als auch gegenständliche Motive beinhalten können, wobei er sich allerdings auf klassische Schwarz-Weiß-Fotografie mit Plattenkamera und hohen Belichtungszeiten beschränkt; so möchte er mit der Belichtung elektrischer Entladungen bei seiner Serie der „Lightning Fields“ eine der wichtigsten wissenschaftlichen Entdeckungen in der Dunkelkammer nachvollziehen und mit den eigenen Augen verifizieren.

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Jeff Talman

geb. 1954 in Greensburg / Pennsylvania
Studium am City College und an der Columbia University New York
lebt in New York

Talman ist ein Pionier hinsichtlich der Einbeziehung von Resonanz in Kunstwerke, wobei seine Foto-Editionen wie die „Sea Series“ parallel zu temporären Video-, Klang- und Rauminstallationen entstehen und ausgestellt werden, diese visuell ergänzen und zugleich dokumentieren.

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Kurt Laurenz Theinert

geb. 1963 in Hannover
Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
2008 Visual Music Award
lebt in Stuttgart

Der Fotograf und Lichtkünstler Kurt Laurenz Theinert konzentriert sein Schaffen auf visuelle Erfahrungen, die nicht mehr bildhaft auf etwas verweisen. Er strebt vielmehr nach einer abstrakt-reduzierten Ästhetik, die ihn - durch den Wunsch nach weiterer Entmaterialisierung - von der Fotografie schließlich zum Medium Licht führte. Mit Hilfe der Software-Entwickler Roland Blach und Philipp Rahlenbeck schuf er sich auf der Basis eines MIDI-Keyboards außerdem ein „Bildinstrument“ (Visual Piano), das es ihm erlaubt, seine künstlerische Intention in Live-Performances zu übersetzen und dabei Zeit mit Licht zu gestalten. Die enge Zusammenarbeit mit dem Klangkünstler Richard Spaeth und verschiedenen Musikern bereichert die Arbeit nicht nur durch ein weiteres nichtmaterielles Medium - den Klang, sie fordert auch die ständige Präzisierung und Überprüfung des eigenen künstlerischen Standpunkts.

Website
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Wolfgang Tillmans

geb. 1968 in Remscheid
Studium am Bournemouth & Poole College of Art and Design, England
seit 2003 Professor für interdisziplinäre Kunst an der Städelschule Frankfurt a.M.
2000 Turner Prize
lebt in Berlin und London

Seit 2000 widmet sich Tillmans der Erforschung chemischer Grundlagen sowie haptischer und räumlicher Möglichkeiten fotografischen Materials, wobei die so entstandenen abstrakten Fotografien im Rahmen von Wandinstallationen auch neben gegenständliche Fotografien treten, die z.B. bei der „paper drop-Serie“ ihrerseits den Bildträger thematisieren, indem Papierbögen als skulpturale Objekte präsentiert werden.

Publication
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Falk von Traubenberg

geb. 1971 in Bensheim / Bergstraße
Studium der Architektur an der TU Darmstadt und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz
lebt in Hamburg

Falk von Traubenberg arbeitet an den Grenzbereichen der Fotografie auf der Suche nach neuen Möglichkeiten der Bildprägung und Bildimagination. Dabei ist das Selbst/Portrait ein zentrales Thema, die Frage der eigenen Identität und ihrer Verortung sind Gegenstand seiner Untersuchungen. Antworten geben Fragen. So speist der Künstler bei seiner Serie „interform“ analoge Fotografie, Aufnahmen von Architektur, Autos und Menschen in einen Scanner ein und lässt die anfänglichen Fehlformen und Farben stehen. Visualisiert wird deshalb in den aus mehreren Schichten zusammengesetzten Fotos auch der digitale Verarbeitungsprozess selbst.

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Werner Trotter

geb. 1953 in Sindelfingen
Studium an der Merz Akademie Stuttgart mit den Schwerpunkten Grafik-Design, Fotografie, Freie Malerei und Druckgrafik, Meisterschüler
lebt in Tübingen

Werner Trotter findet die Motive für seine abstrakten Fotografien in der städtischen Kulturlandschaft, wo Menschen Spuren hinterlassen. Klebereste, Kratzspuren, Graffitis, Farbspritzer und ähnliches sind die vorgegebenen Elemente, die seinen ästhetischen Vorstellungen hinsichtlich Komposition, Formen, Farbe, Strukturen usw. standhalten müssen. Das Zusammenspiel dieser Kriterien wird von ihm mit dem Blick durch den Sucher aus dem Umfeld herausgehoben und in neue, malerisch-abstrakte Bildwelten transformiert.

Website

Jana Walkova-Link

geb. 1955 in Bulgarien
Studium an der Staatlichen Universität Sofia
lebt in Mainz

Nach jahrelanger Beschäftigung mit abstrakter Malerei kam Walkova-Link auf die Idee, die Kamera wie einen Bleistift zu bewegen und dadurch verschiedene Formen zu erzeugen. Die entstandenen Zufalls-Momentaufnahmen werden am Computer weiter bearbeitet. Formen und Licht werden dabei durch die Bewegung der Kamera zu völlig neuen Kompositionen. Einige Fotos wurden beispielsweise aus dem fahrenden Zug am Abend gemacht, für andere benutzte die Künstlerin verschiedene Lichtquellen.

Website / Bildserie

Torsten Warmuth

geb. 1968 in Hildburghausen / Thüringen
Studium der Naturwissenschaften in Erfurt, Promotion an der Universität Kassel
lebt in Berlin

Mit den großen Flaneuren eines vergangenen Jahrhunderts scheint Torsten Warmuth den Stadtraum als das Extrem der Moderne zu begreifen - als Ort, in dem sich gängige Ordnungs- und Wahrnehmungsmuster längst aufgelöst haben. Viele seiner Arbeiten entstanden in Metropolen wie Berlin, Buenos Aires, Kairo, Lissabon, New York und Paris. Sie thematisieren die Wirklichkeitserfahrung im modernen Stadtraum - die Verlorenheit, Flüchtigkeit. Handfeste Realität ist in diesem ständigen 
Flow und im Rhythmus permanenter Gleichzeitigkeit jedoch nicht mehr zu haben. Erkenntnis gibt es nur noch als eine subjektive, sich stets entwindende und erneuernde Betrachtung.
Torsten Warmuths analog geschaffene Bilder beruhen auf traditionellen fotografischen Verfahren, die oft mittels Negativmontagen sowie durch malerischen Tonerauftrag derart weiterentwickelt werden, dass letztlich Grenzgänge zwischen Fotografie und Malerei entstehen. Die engen Schranken des technischen Mediums werden aufgesprengt: aus einst Realem entsteht Fiktionales; aus Fiktionalem real Mögliches. Mit der aktuellen Serie From the Cities erweitert Warmuth diesen Möglichkeitsraum bis hin in den Bereich der Abstraktion.

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Michael Wesely

geb. 1963 in München
lebt in Berlin

Michael Wesely wurde bekannt mit extremen Langzeitbelichtungen, mit denen er das Verwelken von Blumen oder das Entstehen von Bauprojekten (u.a. Potsdamer Platz, Anbau des MoMA) festhielt. Bemerkenswert sind auch seine Landschaftsbilder, die er mit einer speziellen Schlitzkamera erzeugt und die das Motiv mit Bezügen zu Colourfield Paintings und der deutschen Romantik in abstrakte horizontale Farbschlieren auflösen. Der Reiz der Aufnahmen liegt im indexikalischen Bezug zur Wirklichkeit, die sich gleichsam ohne Zutun des Künstlers auf dem Film abzeichnet und sich dabei in subtile Farbverläufe verwandelt.

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Ulrike Widmann

geb. 1955 in Dortmund / Ruhrgebiet
Studium der Architektur und Kunstgeschichte
bis 2005 Architektin mit Schwerpunkt Interior Design
seit 2005 Abstrakte Fotografie
lebt in Dessau und Heidelberg

Fotografieren ist für Ulrike Widmann Lichtmalerei. Diese basiert weder auf zufällig gefundenen noch gezielt gesuchten und bereits vorhandenen Fotomotiven, sondern auf eigenen, experimentellen und räumlichen Arrangements von Materie und Licht. In dem Moment der Aufnahme lässt Ulrike Widmann ein ungegenständliches Zusammenspiel von Farbe und Form, Licht und Dunkel, Nähe und Ferne, Übergang und Kontrast, Stillstand und Bewegung entstehen. Diese Fotografien sind für Ulrike Widmann vollendete abstrakte Abbilder einer von ihr gestalteten Realität, konsequenterweise werden sie nachträglich nicht mehr künstlerisch mittels digitaler Bildbearbeitung verändert.

Website / Bildserie

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