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Ingrid Pohl

geb. 1946 in Würzburg
Studium der Medizin und Psychoanalyse
Auszeicbnung beim Fotowettbewerb der Philosophischen Fakultät Tübingen 2015: Naturerfahrung - Die Phänomenologie der Elemente
lebt in Stuttgart

In ihrer Arbeit als Psychoanalytikerin muss Ingrid Pohl vertraute Verbindungen, Seh- und Erfahrungsgewohnheiten auflösen und zerreißen, um aus dem Dunkel des Unbewussten neue Bilder und Vorstellungen auftauchen lassen zu können. Als Fotografin arbeitet sie auf die gleiche Weise in der Nacht mit der Kamera, indem sie das im Dunkeln liegende Nicht-Bewusste und Unsichtbare mittels Langzeitbelichtung und Bewegung erkundet, die vorgefundenen Strukturen aufbricht und den Weg frei macht zum Schauen und Erschaffen neuer Relationen, die zuvor nicht sichtbar waren. Die so entstandenen traumartigen surrealen abstrakten Bilder tragen die Spuren der Zerstörung in sich und triumphieren doch zugleich über sie in ihrer Farbigkeit und Rhythmus. Traum und Foto sind der Königsweg zum Unbewussten ihres Selbst wie auch des Selbst des Betrachters, die beide miteinander über das Bild in Resonanz treten.

Website / Bildserie

Rudolf Pollak

geb. 1932
Studium am Institut für Bildjournalismus, München
1954 Family of Man, Momo, NY
1992 Publizistikpreis „Der blaue Planet“
Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Photographie
lebt in München

In und mit seiner Arbeit sucht RUDO Bilder, nicht Ab-Bilder. Sein Frühwerk ist geprägt durch die kreativen Möglichkeiten des Äquidensitenfilms Agfacontour. Stets strebt er danach, die Grenzen des technisch-künstlerischen Arbeitens in den Feldern Fotografie, Film und Fernsehen zu finden und zu überschreiten.

Website

Christian Rätsch

geb. 1984 in Bad Segeberg
Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
lebt in Dresden

Objekte, Installationen, Collagen: was von ihnen bleibt, ist nur das  Foto selbst, ihre eigentliche Existenz im dreidimensionalen Raum währt nur so lange wie das Erschaffen der Fotografie. Die von Rätsch vorwiegend benutzten Industrie- und Alltagsmaterialien sind zugleich künstlerisches Material und Werkzeug, durch ihre Beschaffenheit - Linien, Rhythmen, Farben und Struktur - erzeugen sie eine Abbildung, die vertraut und zugleich fremd erscheint.

listed on
kunstknall.de
Man Ray

geb. 1890 in Philadelphia, gest. 1976 in Paris

Ebenso wie die zeitgleich entstandenen „
Fotogramme“ Moholy-Nagys oder die Schadogramme“ Christian Schads sind auch die „Rayographien Man Rays ohne Kamera enstandene abstrakte Fotografien, die den Versuch repräsentieren, mit der Fotografie etwas Ähnliches wie ein Maler, aber nur mit Hilfe von Licht und Chemikalien zu schaffen.

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Peter-Cornell Richter

geb. 1936 in Erlangen
Studium der Kunstgeschichte und Philosophie in München
1972-1993 Lehrauftrag für Geschichte der Photographie und künstlerische Photographie an der PH Freiburg
lebt in Freiburg und Bochum

Richter sieht die Abstraktion immer schon vor der Aufnahme; im Schwarz-Weiß-Bereich geschieht diese meistens mit Hilfe von Wasser oder Wind im Groß- oder Mittelformat, die Ektachromes sind stets Bilder von Erscheinungen, die nicht greifbar sind: geformt von Wasser, Licht, Glas, Farbe, Reflektion, während es sich bei den digitalen Aufnahmen um Bilder von sehr konkreten Dingen handelt.
Sabine Richter

geb. 1959 in Coburg
Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
lebt in Nürnberg

Ausgangspunkt der fotografischen Arbeiten Richters ist die so genannte Außenwelt, die Dingwelt, mit Vorzug Architekturen, z.B. reflektierte Lichtflächen, die sich auf einer Wandfläche abbilden; unter Verzicht auf konstruierte Situationen und manipulative Nachbearbeitung entstehen Bildschöpfungen, die immer zugleich Bildfindungen sind; in ihnen wird Architektur übersetzt in räumliche Verschränkungen vielfacher Lesbarkeit, das fotografische Bild wird zur Metapher für einen Schwebezustand zwischen Realem und Imaginärem.

Publication
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Ingrid Rodewald

geb. 1972 in Mosbach
Studium der freien Malerei und Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
Meisterschülerin bei Prof. Andreas Slominski
lebt und arbeitet in Karlsruhe und Straßburg

Fotografien aus Werbeplakaten bilden die Grundlage von Ingrid Rodewalds künstlerischer Arbeit. In Collagen, Objekten, Installationen und Projektionen wird daraus eine oft abstrakte Gegenwelt entwickelt. Verschiedene Schärfegrade und die Rasterung des Offsetdrucks thematisieren dabei die Wahrnehmung.

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Corinna Rosteck

geb. 1968 in Berlin
Studium der Malerei und Fotografie an der Universität der Künste Berlin und am St. Martin's College of Fine Art London
Meisterschülerin bei Katharina Sieverding
lebt in Berlin

Bewegung ist das zentrale Sujet in den Arbeiten Corinna Rostecks. Dabei liegt ein Themenschwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens in der Faszination des Wassers. Auf das Liquide, andere Aggregatzustände und Spiegelungen konzentriert sich ihr Blick. Oberflächen, die ein perspektivisches Sehen unterbinden, finden sich ebenso in den Motiven des Stadtraums, der Wüstenlandschaft und den menschlichen Bewegungen im Tanz. Die künstlerische Intention Corinna Rostecks schafft Verbindungen zwischen Fotografie und Malerei und erweitert sie durch raum- bzw. kontextbezogene Installationen. Die Künstlerin arbeitet mit speziellen Drucktechniken auf lichttechnisch interessanten Materialien. Der reflektierende Bildträger ermöglicht dem Betrachter in seiner Bewegung vor dem Bild das Erlebnis changierender Wahrnehmung im Innen- wie im Außenraum.

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Thomas Ruff

geb. 1958 in Zell am Harmersbach
Studium der Fotografie bei Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf
2000-2006 Professor für Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf
lebt in Düsseldorf

Als Fotograf einer Generation, der das Vertrauen in die Objektivität von Kamerabildern abhanden gekommen ist, wirft Ruff ähnlich wie Tillmans mittels in sich abgeschlossener, sowohl abstrakter als auch gegenständlicher Bildserien immer wieder die grundsätzliche Frage auf, wie das Medium Fotografie funktioniert und wie manipulativ es ist, wobei er insbesondere bei den abstrakten Bildserien auf bereits vorhandene Bilder zurückgreift, die er auf unterschiedliche Weise am Computer weiter bearbeitet: die Nudes zeigen verschwommene Pornobilder aus dem Internet, Cassini besteht aus Bildausschnitten von Aufnahmen der gleichnamigen Raumsonde, Zycles übersetzt mathematische Formeln mit Hilfe eines 3D-Computerprogramms in komplexe Linienstrukturen, und die Substrate zerlegen Manga-Comics in ihre gepixelten Einzelteile.

Publication
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Edward Ruscha

geb. 1937 in Omaha / Nebraska
Studium am Chouinard Art Institute Los Angeles
lebt in Los Angeles

Der Maler, Grafiker, Fotograf und Filmemacher Ed Ruscha zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Pop-Art; indem Ruscha bei seiner als Fotobuch veröffentlichten Serie „Thirtyfour Parking Lots in Los Angeles“ Parkplätze aus dem Hubschrauber fotografiert, ergibt sich eine geometrische Aufteilung der Parkflächen in gerade und diagonale Raster, sodass sich das banale Motiv in irreal-gemusterte Felder verwandelt und sich so dem Gesetz abstrakter Reihung unterordnet.

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