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Till Leeser

geb. 1949 in Schweinfurt am Main
Studium an der Folkwangschule Essen bei Prof. Dr. Otto Steinert
1995-2006 Lehrtätigkeit an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, der Miami AD School, Hamburg, und der Design Factory, Hamburg
lebt in Hamburg

Till Leesers künstlerisches Konzept ist die Abstraktion. Sie erlaubt dem Betrachter seine persönliche Interpretation. Leesers Vorliebe für die Abstraktion begann mit dem Einfluss seines Lehrers Otto Steinert, dessen prägenden Ideen zur subjektiven Fotografie, deren Sehweise Leesers Wahrnehmung sehr entspricht und ihm immer wichtiger wird. In seiner Arbeit gibt es mehrere Zyklen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Bei genauerer Betrachtung besitzen sie jedoch verwandte Elemente und ergänzen sich in ihrem andauernden Entstehen.

Website /
Bildserie
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artfacts.net
Exhibition

Elke Lehmann

geb. 1948 in Kirchzell / Odenwald
lebt in Egloffstein

Elke Lehmann fotografiert in der Technik klassischer analoger Fotografie Materialien, um zu einer fotografischen Realisierung ihrer Vorstellung von einem Bild zu gelangen. Wichtig sind ihr die Farben, die sie durch das verarbeitete Material und eingespiegelte Reflexionen erreicht. Da nur Farben und grafischer Charakter vor dem Abbildungsprozess sichtbar sind, bleibt die Raumwirkung die Folge des jeweiligen Experiments.

Website / Digitaler Katalog
Virtual Exhibition / Publication

Saul Leiter

geb. 1923 in Pittsburgh
lebt in New York

Saul Leiter hat sich immer als Maler und Fotograf verstanden; sowohl in seiner Malerei als auch in seinen Fotografien tendiert er deutlich zu Abstraktion und Flächigkeit; oft findet man große, tiefschwarze, von Schatten hervorgerufene Flächen, die bis zu Dreiviertel seiner Fotografien einnehmen; Passanten werden nicht als Individuen in das Bild aufgenommen, sondern als verschwommene Farbimpulse, überlagert von Scheiben oder eingekeilt zwischen Hauswänden und Verkehrszeichen; die Übergänge zwischen Abstraktion und Figurativem in seinen Malereien und Fotografien sind nahezu nahtlos; Saul Leiters Straßenfotografie - damit ist er beispiellos in diesem Genre - ist eigentlich Fotografie gewordene Malerei.

Publication
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Ono Ludwig

geb. 1968 in Bochum
Studium an der University of Applied Sciences Berlin
2010 Europäischer Förderpreis für Fotografie der Hoepfner-Stiftung Karlsruhe
lebt in Berlin

Bei der Formfindung von Ludwigs analogen, nicht digital nachbearbeiteten Fotos dominieren reduzierte Linien, klare Beschaffenheit und minimalistische Gestaltung; aus den von natürlichem Licht geformten Schatten und Glanzakzenten seiner Motive ergeben sich mit fotografischen Mitteln wie Detailausschnitt und Bewegungsunschärfe weitgehend abstrakte Kompositionen, die von gestalterischen Grunddimensionen wie Dynamik, Transparenz, Tiefenwirkung, Farbe und Form leben, sodass das Ausgangsmotiv allenfalls noch erahnt werden kann und eindeutige durch hybride Wahrnehmung ersetzt wird.

Virtual Exhibition
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Wolfgang Lüttgens

geb. 1957
1979-80 Studium der Kunst- und Sozialwissenschaften an der GH-Duisburg
1980-86 Studium an der FH-Aachen (Zeichnung / Malerei / Fotografie)
lebt in Köln

In Lüttgens’ Werkgruppe „Colourpaper“ werden fotografische Raumansichten mit überlagerten Farbflächen verknüpft. Die Idee einer Abstraktion der Fotografie und deren Transformation in eine scheinbar rein malerische Darstellung sind Thema dieser Werkgruppe. In der Auseinandersetzung mit der Realität geht es um eine mögliche Erweiterung hin zu einer eher gedanklich-emotionalen Bildwirklichkeit.

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László Moholy-Nagy

geb. 1895 in Bácsborsód / Ungarn, gest. 1946 in Chicago
1923-28 Lehrer am Bauhaus
1937-38 Gründer und Leiter des New Bauhaus Chicago

Moholy-Nagy etablierte in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts die bereits um 1840 eingeführte Technik des „
Fotogramms“, worunter man eine direkte Belichtung lichtempfindlichen Materials wie Film oder Fotopapier versteht: eine solche kameralose Fotografie“ entsteht, indem man Objekte zwischen Film und Lichtquelle arrangiert und anschließend belichtet.

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Dieter Müller

geb. 1949 in Sömmerda
Studium an der Technischen Hochschule Ilmenau
lebt in Sömmerda (Thüringen)

Dieter Müller sucht und findet Motive, die fernab der üblichen Sehgewohnheit liegen. In der Auseinandersetzung mit Strukturen, Formen und Licht soll die Ästhetik und Faszination des für gewöhnlich Übersehenen und Unbeachteten die Bildkomposition werden. Wenn Dieter Müller Fragmente der Wirklichkeit zeigt, dann führt er den Betrachter dann und wann in die Irre, denn unter der Schicht lagern Dinge, die nicht gleich sichtbar sind.

Website / Bildserie

Christina Paetsch

geb. 1963 in Berlin
Studium Freie Kunst an der Universität der Künste Berlin
lebt in Berlin

Paetschs Fotografien ist eine immer wiederkehrende Lust am Symbiotischen eigen. Alltagsdinge, Objekte, in jüngerer Zeit auch selbst geschaffene; aus der Natur Entlehntes, Weggeworfenes, Liegengelassenes geht in ihren Bildern Verbindungen ein, wie wir sie aus der Natur und unserer Realität nicht kennen. Größen verschieben sich ebenso wie Kontexte. Der Raum bricht auf und der Übergang zur Abstraktion ist fließend. Die Wahrnehmung verschiebt sich, Lust und Ekel liegen dicht an dicht, Konventionen ertrinken in der Anwesenheit des Unbestimmten und die Ahnungen, die uns durch ihre Bilder locken, führen uns in immer neue Bildgestalten.

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Marc Peschke

geb. 1970 in Offenbach a.M.
Studium der Kunstgeschichte, Komparatistik und Ethnologie
lebt in Wiesbaden und Hamburg

Marc Peschkes in den vergangenen Jahren entstandene Serien lösen sich weit von den klassischen Stilmitteln der Fotografie und Fotokunst. Werkreihen wie „After This Darkness There Is Another“, „The Dark Cubes“, „Among Animals & Plants“ oder „The Cubes - Liquidacion Total“ verstehen sich als subjektives, fragmentarisches Tagebuch, als poetisches, mehrdeutiges Ganzes. Die künstlerische Haltung ist surrealistisch, anti-fotografisch und anti-dokumentarisch.
Marc Peschkes neueste Serie „The Cubes - Liquidacion Total“ - sechseckige Diasecs - befasst sich in einer konstruktivistisch-modernistischen Bildsprache mit dem Kommunikationsschrott der Konsumgesellschaft, die der Künstler zu absurden, würfelförmigen Wareneinheiten verfestigt. Seine ironischen Foto-Objekte lassen den Betrachter zu Zeugen eines formal minimalistisch-seriellen, jedoch inhaltlich komplexen Spiels werden.

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Axel Philipp

geb. 1956 in Karlsruhe
Studium bei Rainer Küchenmeister an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
2004/2005 Gastprofessur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
lebt in Karlsruhe

Philipps Bildserie „
Schaufenster“ zeigt mit Hilfe von Kreide und Schwamm von anonymen Personen zugetünchte Schaufensterscheiben, die der Künstler hauptsächlich in romanischen Ländern findet. Je nach Blickwinkel und Licht reflektieren die Scheiben das Gegenüber, manchmal scheint das Dahinter der meist leerstehenden Geschäfte durch. Mit den verschiedenen Bildebenen kann je nach Standort der Kamera die endgültige Aufnahme variiert werden, wobei im Ergebnis „Malerei“ und Spiegelung im fotografischen Abbild verschmelzen.

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