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Menno Aden

geb. 1972 in Weener
Studium an der Universität Bremen
2009 Europäischer Architekturfotografie-Preis, Frankfurt a.M.
lebt in Berlin

Menno Aden konzentriert sich mit seinen Fotoarbeiten auf Architektur und Räume; ob er die Decken leer stehender Büros porträtiert, wie in der Serie „
Over Head“; ob er die strengen Raumordnungssysteme in Neubauvierteln sichtbar macht, wie in den Bildern aus Parallel Home“; oder ob er Lebens- und Arbeitsräume aus der Vogelperspektive zeigt, wie in der Serie „Room Portraits - immer überrascht Adens Perspektive auf unsere Umgebung, erweitert den Blick, macht Strukturen sichtbar.

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Hans Albrecht

geb. 1953 in Bad Harzburg
Studium an der Staatl. Akademie der bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Kalinowski
lebt in Zell u.A.

Albrechts Fotografien sind ebenso wie seine malerischen und plastischen Arbeiten, die wiederum zum Bestandteil seiner Fotos werden können, von einer geometrisch-konkreten Abstraktion sowie einer Reduktion auf Schwarz und Weiß bzw. Erdfarben bestimmt, wobei die Abstraktion durch gezielt ausgewählte Bildausschnitte bzw. Unschärfen zu Stande kommt und durch Kombinationen einzelner Bilder zu Diptychen und Triptychen noch verstärkt werden kann.

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artfacts.net / kuenstlerbund-bawue.de
Michael Bieser

geb. 1967 in München
Studium an der Fachhochschule München
lebt in München

In seinem Bilderzyklus „Lichtblicke“ lotet Michael Bieser seit 2005 mit rein fotografischen Mitteln die Möglichkeiten der Abstraktion in der digitalen Spiegelreflex-Fotografie aus. Dabei hat er eine eigene Formensprache entwickelt, die sowohl von Dynamik als auch einer in sich stimmigen Komposition lebt. Die Bilder sind dabei nicht beschnitten, sondern entsprechen dem ursprünglichen Aufnahmeformat. Sie sind auch nicht mehrfach belichtet oder Collagen, sondern durch einmaliges Betätigen des Auslösers entstandene „echte“ Fotografien.

Abstrakte Fotografie bedeutet für Bieser nicht nur, Unsichtbares sichtbar zu machen, sondern vielmehr, mit der Kamera und mit rein fotografischen Mitteln analog zur Malerei, neue Wirklichkeiten, neue Räume zu erschaffen, und dem Betrachter die Möglichkeit zu geben, bisher Gesehenes in Frage zu stellen oder zu assoziieren. Damit ergibt sich ein weites Feld, kreative Ideen in neuen Formen ausleben und manifestieren zu können.

Website / Bildserie

Axel Reinhard Böhme

geb. 1962 in Singen
Studium an der Hochschule Rosenheim
lebt in Radolfzell

Bei seiner Arbeit geht es Böhme vor allem darum, Raum zu gestalten und neue Räume zu schaffen. Unter "Raum" versteht er dabei zunächst den ganz konkreten Ort: die Wohnung oder den Arbeitsplatz, ein Gebäude oder ein Garten, aber auch den öffentlichen Raum und die freie Natur. Durch seine künstlerischen Interventionen verändert und gestaltet er diese Räume und schafft einen Zugang zu weiteren Räumen: zu Räumen für Geist und Sinne, zu Räumen von Zeit und Erkenntnis, zu Räumen der Begegnung und Kommunikation, zu Räumen der Verwunderung und Freude usw. Auch beim Betrachten seiner Fotografien, die von der Natur und seinen eigenen Installationen inspiriert sind, können sich solche Räume auftun. Außerdem ist die Abstrakte Fotografie bei Böhme nur eine unter mehreren Ausdrucksformen und Werkgruppen wie etwa Licht-Kunst, Rauminstallation, Aktion, Nature-Art und -Design.

Exhibition
Nikolaus Böttinger

geb. 1984 in Stuttgart
Studium der Freien Kunst / Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
Meisterschüler bei Prof. Marijke van Warmerdam
lebt in Karlsruhe

In seiner Malerei verwendet Böttinger verschiedenste Farben, Lacke und Malstoffe, um zu einem stimmigen abstrakt-informellen Bild zu gelangen. Die Komposition entsteht während des Malprozesses in mehreren Durchgängen. Diese unterschiedlichen Ebenen werden im Bild sichtbar und fügen sich zu einem Ganzen zusammen. In seiner fotografischen Werkserie „Libelulas“ versucht er mittels Licht und Bewegung im Raum zu einem neuen abstrakten Bild zu gelangen. Die Fotografien funktionieren dabei wie Malerei mit Licht.
Nina Brauhauser

geb. 1980 in Düsseldorf
Studium der Fotografie an der Royal Academy of Arts the Hague / Niederlande und der Folkwang Hochschule Essen
2012 Förderpreis Große Kunstausstellung NRW
lebt in Düsseldorf

Nina Brauhauser geht innerhalb ihrer Arbeit, ausgehend von der Fotografie als selbstreferentiellem Medium, der Frage nach, inwiefern die Fotografie als Mittel der Simulation und der Virtualisierung vorangegangener künstlerischer Tendenzen, vor allem in der konkreten Kunst, über den ihr eigenen Charakter der Abbildhaftigkeit hinausgeht. Die durch das Medium selbst bedingte Synthetisierung der ihr vorausgehenden künstlerischen Prozesse und die reduktive Überführung der formalen Mittel in die eine hermetisch abgeschlossene Oberfläche sind dabei maßgebend.

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Alvin Langdon Coburn

geb. 1882 in Boston, gest. 1966 in Colwyn Bay / North Wales

Coburn gilt als Pionier Abstrakter Fotografie, der mit seinen vom Kubismus inspirierten „
Vortographs“ die Fotografie aus ihrer Abhängigkeit von der sichtbaren Wirklichkeit mittels Übersteigerungen von Licht und Schatten, Hervorhebung von Texturen und Betonung geometrischer Strukturen befreite, wobei er eine aus Spiegeln bestehende Konstruktion verwendete, um prismenartige Brechungen und kristalline Strukturen zu erzeugen.

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Ralf Cohen

geb. 1949 in Solingen
Studium Kunst und Design, Fachbereich Fotografie an den Kölner Werkschulen bei Prof. Arno Jansen, Diplomabschluss
1989 Preisträger „Fotografie als Kunst“, Sparkasse Pforzheim
seit 1975 freischaffender Künstler
lebt in Karlsruhe

Cohen visualisiert mit seinen Bildern die Reflexion seiner eigenen Wahrnehmung. In einem Grenzbereich der analogen Fotografie bestimmt er durch individuelle Bearbeitung die jeweilige Bildaussage. Bildeingriffe wie Solarisation, Einfärbung und die Verwendung von Negativen gehen dabei bis zur gezielten Zerstörung und Hinführung zur Abstraktion, wobei das Enigmatische, visuell Rätselhafte das besondere Faszinosum seiner Werkserien ausmacht und der experimentell-fotografische Umgang mit vorgefundenen Objekten, Landschaften oder Materialien, seine Position abstrakter Fotografie auszeichnet.

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artfacts.net
Christoph Damm

geb. 1964 in Nürnberg
Studium der Kunsttherapie und -pädagogik an der Fachhochschule Ottersberg
lebt in Berlin

Die Farbigkeit des Gegenstands dient Christoph Damm als Mittel der Komposition, und die räumliche Begrenzung der dreidimensionalen Welt wird bei seinen abstrakten Fotografien in einen vierdimensionalen Ausdruck gewandelt. Das Bild führt dabei in eine sich selbst genügende Realität und ist losgelöst von Gegenstand und Inhalt. Ausgehend von der gegebenen, materiell wahrnehmbaren Welt verändert der Künstler den Ausdruck des Bildinhaltes mit Hilfe fotografischer Techniken, macht unkenntlich, entzieht, entrückt Form und Inhalt. Der Titel erweitert das Betrachtungsspektrum des Kunstwerks inhaltlich um die Örtlichkeit und gibt der abstrakten Fotografie ihren realen Bezug zurück. Breitengrad „B“
und Längengrad „L“ bilden den ersten Teil des Titels und werden durch Tag, Monat und Jahr sowie Stunde, Minute und Sekunde im zweiten Teil ergänzt.

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Maks Dannecker

geb. 1976
lebt in Salach

Mittels technischer Hilfswerkzeuge gelingt der Künstlerin eine bearbeitende Erforschung vorgefundener, abgebildeter Bilder, die durch einen Veränderungsprozess zum eigentlich neuen Bild verwandelt werden. Referenzen werden gesetzt, Ausschnitte geschnitten, Gliederungen herangezogen; oft unabhängig vom Bildmotiv findet eine strenge Analyse statt, die neue Anordnungen und Bezüge setzt. Markierungspunkte oder technische Kommentare oder Zeichen werden integriert und sind Anlass für ästhetische Findungen. Die Farbigkeit wird gescannt und im Labor der Veränderung streng und ohne Kompromisse verarbeitet. Der Bildraum wird getroffen, gesetzt und aufgelichtet: Zwischenschritte sind dabei für den Prozess wichtig; in gewisser Weise mag dies an die ausdrucksstarke Kraft der Ikonostase erinnern. Transformationsprozesse, technische Vorgänge, aber künstlerische Entscheidungen. Fremdkörper werden eingeschleust und als fast zeichnerische Störung zu einem Bild reduziert oder besser: dekonstruiert. Einschlüsse, wie in Bernstein, sind ohne Drama beteiligt, Fremdkörper, Partikel als Geschichte aus dem Alltag einer Alchimie ohne Mythos. Mittels Farbcodes, bezogen auf die Raum- oder Bildsituation, entstehen erste Scribbles, die dann über verschiedene Stufen zum fertigen Objekt werden. Die entstanden Fotografien sind mehr als Slides oder Bilder, werden mehr und mehr Objekte, die sich in installationsartigen Situationen präsentieren müssen und Räume wieder gestalten. Neben den Tonwerten werden auch poetische Werte oder Befindlichkeiten von Räumen für die Definition der Narration genutzt. Die manchmal fluoreszierende Farbigkeit, oft nur in einem kleinen Detail, verrät eine feine Beobachtungsgabe.

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